Juni 2014: Hangfliegen in Cornwall und Wales

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Die England-Wales-Tour 2014 ist schon wieder Geschichte. Nach der verregneten Cornwall-Session von vor zwei Jahren hat diesmal das Wetter mitgespielt und somit stand auch dem Fliegen an Hang und Küste nichts im Wege.

 

Na ja, manchmal braucht es eben einen zweiten Anlauf. Auf der Insel weilten wir von Ende Mai bis Mitte Juni. Zeit genug für Hangfliegen und Beef Burger auf dem Bwlch. 

Natürlich habe ich ein paar Bilder und Videos von den tollen Flugmomenten mitgebracht.
Oh yeah, it was so lovely. :thumbsup:

Viel Spass und Gruss
Robert

Um auf die Insel zu gelangen, gings zuerst nach Calais, gelegen an der engsten Stelle vom Ärmelkanal, ca. 34km von der Südküste Englands entfernt. Von dort via Eurotunnel sous la Manche durch bis man in Folkestone ausm Tunnel rausguckt. Von da an führte die Weiterfahrt über Motorways, vergleichbar mit unseren Autobahnen und weiter über ein Strassensystem, welches für die Strassen mit Buchstaben von A-D benamst. A bezeichnet Hauptverkehrsachsen, B sind regionale Strassen, C und D mit weniger bis sehr wenig Verkehrsaufkommen. Man könnte auch so sagen: A bis D = breit bis schmal... sehr schmaaaal... 
Nun ja, ich denke wir kamen auf unserer Fahrt in den Genuss vom ganzen System...manchmal beschliech mich das unangenehme Gefühl in Cornwall gäbe es noch Fahrstrassen die locker einer E-, F- oder G-Kategorie standhalten würden.

 

calais zugNein, das ist noch nicht der Tunnel!
Pole Position bei der Einfahrt in den Shuttle.

Für die erste Woche hatten wir - Michael mit Biggi, Karin und ich mit Sorro aka Carbon - ein ehemaliges Fischerhäuschen in Port Isaac gemietet.

Port Isaac liegt an der Westküste von Cornwall und ist ein typisches Fischerdorf, wie man es aus englischen Filmen kennt. Kleiner Hafen, enge Strassen und Haus an Haus aneinandergebaut. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert war hier ein geschäftiger Hafen für den Umschlag von Gütern wie Stein, Kohle, Holz und Keramik. Fischfang und -verarbeitung hatten ebenfalls große Bedeutung, und auch heute noch werden u.a. Krabben und Hummer gefischt (Quelle wikipedia).

port isaac haus

port isaac1

Prächtiger Ausblick vom Garten.

port isaac2Ebbe

port isaac fisch port isaac hummer port isaac nodog

v.l.n.r.: Michael holt die Fische gleich im Doppelpack raus.
Der Hummerfang von einer Woche wird an Land gebracht und auf die Kundenkisten verteilt.
No Scheisshaufen, please! Liegengelassene Kackhaufen werden locker mal mit 1000 GBP Strafe geandet.

  

port isaac4

Links, etwas oberhalb vom Hafen, befindet sich ein grosser Hang direkt an der Küste. Die Wiese ist frei von Steinen oder anderen Objekten, welche unseren Hartschalentieren gefährlich werden könnten. Bei NNW-Bedingungen ein idealer Platz zum Fliegen, eigentlich schon ein Geheimtipp. Hier flogen wir einmal mit unseren Pace VX über Klippen und Meer.

Ach ja, die Wiese hat zwar keine Steine, aber dafür kanns passieren, dass dir plötzlich ein paar Rindviecher beim Fliegen über die Schulter schauen. Sprichwörtlich... guckst du links.
btw: mein erstes Selfie.
eek Da soll mir noch einer sagen nur die Mädels seien multitaskingfähig. Fliegen, mit Galtli posieren und knipsen geht doch locker!

port isaac3b
"Schleich di oder du landest demnächst auf meinem Burger"

 

Croeso i Gymru
(Willkommen in Wales)

 
Nach einer Woche Cornwall, satt von Wind, Wellen, feinen Makrelen (Angler-Michl sei Dank), Hummer und Cornish Beef Burger führte die Fahrt über Bristol in das westlich von England gelegene ehemals unabhängige Wales. In Southgate (Nähe Swansea) hatten wir für die nächsten fünf Tage wiederum ein Haus, bzw. den äusseren Hausteil eines typisch englisch anmutenden Cottage gemietet.
 

Das Haus lag ein paar hundert Meter von der Küste entfernt, in direkter Nähe der berühmten Three Cliffs Beach und doch mitten in der Pampas. Rundrum nur Wiesen, Hecken und ab und zu mal ein Moschtbrökli mit Reiter obendrauf. Aber nicht der Strand war diesmal das Objekt der Begierde, nein - praktisch vor der Haustüre gabs wunderbare Küstenabschnitte mit Klippen, welche ich meinem VX natürlich nicht vorenthalten wollte.

Siehe Video. Nur kurz ein Wort zur Landung. Wie heisst es doch so schön: "Ist der Flieger erst mal ruiniert, fliegt es sich ganz ungeniert." Oder so in der Art...

wales1

 southgate1 southgate2 
 southgate3 southgate4 

 

 

Wales 2014: PaceVX an der Küste bei Southgate from rdeutsch on Vimeo.

 

Aber wir waren nicht nicht nur wegen der tollen Küste hier: die nahe gelegene Rhossili Bay und der Bwlch, welcher zu den europäischen Hangflugmekka gezählt wird, waren unsere Points of Interest.

wales2

Rhossili Bay zählt zu den schönsten Stränden von Grossbritannien.

 

Mit dem Hangfliegen an der Rhossili Bay hat es aufgrund der unpässlichen Windrichtung leider nicht geklappt. Dafür gings dreimal hoch zum Bwlch. Von unserer Bleibe etwas mehr als eine Autostunde entfernt.
Der Bwlch ist eine zusammenhängende Formation von Hügeln, lang gezogenen Hängen und teils trichterförmigen steilen Kanten. Das wirklich Tolle am ca. 500m hohen Bwlch ist die Garantie zum Hangfliegen. Egal woher der Wind weht, innerhalb max. 30 Gehminuten findet man eine sehr gut fliegbare Stelle. Hier kann man seinem Segler freien Lauf gewähren. Die Hänge scheinen endlos lang zu sein. Die Gegend hier wirkt speziell, irgendwie strahlen sie Ruhe und Freiheit aus. Wahrscheinlich kommt dies von den sanft geschwungenen Hügel. Egal wohin man schaut, überall sind wunderbare Hangflugmöglichkeiten gegeben. Und das Tolle dabei - man(n) ist allein! Zumindest wir waren es bis auf einen kurzen Auftritt eines Sackhüpfers - sprichwörtlich. Und Landen? Absolut kein Problem. Lang gezogene steinlose Wiesen machen selbst das Landen mit grossen Pötten ist ohne weiteres möglich.

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Bildquelle GoogleEarth

 

 

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michi thermikxl
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Pace V4

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Flotte am Mickeys Slope

bwlch verpflegung

Unser Beef-Burger-Män

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Loops & Links

 

 

Wales 2014: Bwlch, Back of Wrecker from rdeutsch on Vimeo.

Wales 2014: Bwlch, Mickeys Slope Part One from rdeutsch on Vimeo.

Wales 2014: Bwlch, Mickeys Slope Part Two from rdeutsch on Vimeo.

 

 


Diesmal durften wir viele schöne Tage in Grossbritannien erleben. Wenns wettermässig klappt ist das schon mal die halbe Miete.
Am Bwlch hätte der Wind zwar stärker sein dürfen, aber zum Fliegen hats allemal gereicht.
Das Essen war entgegen der landläufigen Meinung sehr gut.
Dies mag vielleicht auch an unserer Nähe zum Meer und auch an der Auswahl der Pubs und Restaurants gelegen haben.
Mit Ribeye und Filet vom einheimischen Beef und Fish&Chips liess es sich auch
mit Austern, Hummer, Muscheln und selbst geangelten Makrelen sehr gut leben. Was will man mehr?
Nebst dem Linksverkehr, in den man sich recht schnell einordnet, war eigentlich nur das Bier etwas gewöhnungsbedürftig.
"Hand pumped beer" zwar, aber lauwarm, mit wenig Kohlensäure und noch weniger Schaum - uaaa.
Nun ja, es gibt halt überall ne dunkle Seite der Macht... cool

 

Und doch bin ich mir sicher, dass es ein Wiedersehen mit dem Bwlch geben wird.
Zudem steht ja auch noch immer die Rhossili Bay-Session offen.
Vielleicht klappts dann im dritten Anlauf.

i dod yn ôl

  

 

 

Nach Cornwall und Wales machten wir zu guter Letzt noch einen kurzen Abstecher nach London. 

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folkestone2    folkestone

und Tschüss!

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